“It is the time you have spent with your rose that makes your rose so important.”
(Antoine de Saint-Exupéry, The Little Prince)

Wer kennt es nicht, das bekannte Zitat aus Der Kleine Prinz? Es ist die Zeit, die wir mit Menschen oder Dingen verbringen, welche sie uns subjektiv als besonders wichtig erscheinen lassen. Viel Zeit haben unsere SchülerInnen der 2. bis 4. Klassen kürzlich etwa mit der Lektüre und Erarbeitung des Kleinen Prinzen verbracht, nämlich in Vorbereitung auf das Vienna English Theatre, das uns kürzlich seinen alljährlichen Besuch an der MS St. Stefan abgestattet hat.

DER KLEINE PRINZ von Antoine de Saint-Exupéry wurde bis dato in 110 Sprachen übersetzt und ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Das Werk zählt längst zum globalen Literaturerbe. Der universelle, in allen Kulturkreisen der Welt verstandene Zauber dieser Geschichte fasziniert Menschen jeden Alters immer wieder aufs Neue. Saint-Exupérys Plädoyer für Freundschaft, Menschlichkeit und die Kraft der Fantasie besticht durch Zeitlosigkeit und Schlichtheit.

Zum Zwecke der Darbietung an österreichischen Schulen adaptiert das Vienna English Theatre altbekannte Werke speziell für Kinder und Jugendliche und schafft es so, sie in einen aktuellen, modernen Kontext einzubetten.

“In den bewährten Händen des Schooltours-Autors Sean Aita, wird der Stoff zu einem trendigen, unterhaltsamen und zeitgemäßen Theaterabenteuer, das den Kern des Werks trotz Aktualisierung bewahrt.” (Vienna’s English Theatre School Tours)

Die Geschichte erzählt von der wundersamen Begegnung zwischen dem Titelhelden und einer Pilotin, die in der Wüste notlanden musste. Zunächst hält die abgebrühte und praktisch veranlagte junge Frau den kleinen Prinzen für eine Halluzination, doch nach und nach erfährt sie alles über den rätselhaften Fremden aus dem Outer Space und alles über seinen Heimatplaneten.

Die Platzverhältnisse auf dem Asteroiden B612 sind beschränkt. Es existieren drei kniehohe Vulkane, Pflänzchen, die zur rechten Zeit gestutzt werden müssen – für den Fall, dass es sich um Affenbrotbäume handeln sollte – und eine reichlich launenhafte und eigensinnige Rose. Daher machte sich der kleine Prinz auf die Reise durchs All, um anderswo Beschäftigung, Belehrung und – einen Freund zu finden. Auf seiner wundersamen Reise begegnet er kuriosen Geschöpfen, die ihn jedoch in aller Regel enttäuschen und ihn dadurch seine Rose noch schmerzlicher vermissen lassen. Der naive Blick des Fremden auf diese in ihrer eigenen Realität gefangenen Personen offenbart die komischen und traurigen Absurditäten des menschlichen Alltags.

Unter anderen lernt der kleine Prinz einen König, einen Banker, einen Popstar, einen Fluglotsen und die obdachlose Foxy kennen. Foxy ist zunächst die einzige, die aufrichtig mit ihm kommuniziert und in der Lage ist, ihm die Essenz wahrer Freundschaft und die Schönheit des Nicht-Sichtbaren zu vermitteln.

Nunmehr am Ende seiner Reise in der Wüste angelangt, bedarf er der Hilfe einer Schlange, um endlich zu seinem Heimatplaneten und zu seiner Rose zurückzukehren.

Es mag also stimmen, dass uns Dinge ans Herz wachsen, wenn wir ihnen eine gehörige Portion unserer Zeit widmen. Das gilt wohl auch für unsere SchülerInnen, deren Interesse an diesem grandiosem, literarischen Werk mit Sicherheit geweckt – und vertieft – werden konnte.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

(Antoine de Saint-Exupéry, The Little Prince)